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Presseartikel 07.10.09

---------- Pressemitteilung ----------

Deutsche Hilfe für Haiti
Das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V schickt mit 22 Einsatzkräften ein umfangreiches Hilfskontingent ins Erdbebengebiet.

 

Das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland (MHW e.V.) entsendet mit seinen Mitgliedern @fire und dem Deutschen Rettungshundeverein e.V. ein Team von Spezialisten für Bergung und Rettung sowie technische Ausrüstung der BOS GmbH & Co KG und der Universität Freiburg nach Haiti.

Nach einer offiziellen Anfrage von Jean Robert Saget, Botschafter von Haiti, stellt das MHW den haitianischen Kräften neben vier Rettungshunden, sechs ausgebildete Hundeführermit spezieller Ausrüstung und einem USAR Team (Urban Search and Rescue Team für Technische Rettung und Bergung), medizinisches Fachpersonal für die Rettung und Versorgung der noch zahlreichen Verschütteten. Zur Unterstützung der Rettungshunde sowie der insgesamt 22 Einsatzkräfte werden von Marc Loschonsky, Gruppenleiter Safety&Security des Instituts für Mikrosystemtechnik der Uni Freiburg, zwei Geräte der BOS GmbH & Co KG und der Universität Freiburg zur radargestützten Personenortung eingesetzt, das aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Sicherheitsforschungsprojekt I-LOV entstammt. Dieses Bioradar arbeitet mit elektromagnetischen Wellen und registriert kleinste Bewegungen wie Herzschlag und Atembewegungen und kann so das Suchgebiet für die Hunde einschränken.

MHW-Präsident Robert Schmitt: „Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, so dass morgen pünktlich um 12:15 Uhr unsere Einsatzkräfte ins Erdbebengebiet abfliegen, denn je früher mit der Suche begonnen wird, desto höher sind die Überlebenschancen.“


Die Voraussetzungen und Informationen für den Einsatz in Haiti sind sehr beschränkt. Auch über Schäden in der Infrastruktur ist noch wenig bekannt. Zugang zum Erdbebengebiet erhalten die Hilfskräfte über die Dominikanische Republik, wo das Erdbeben nur geringe Schäden verursacht hat. Nach Port-au-Prince muss der Weg dann über Land zurückgelegt werden. Für diese Zwecke stehen den deutschen Kräften Busse zur Verfügung.

„Wir sind in Gedanken bei den Opfern und Ihren Familien und werden unser möglichstes tun, damit die Hilfe schnell und unbürokratisch zur Verfügung steht“, so Schmitt.

Quelle:http://www.mhw-deutschland.de/